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Lesben raus!

Für mehr lesbische Sichtbarkeit

Es heisst, Lesben sind unsichtbar und eine aussterbende Identität. Angesichts der historisch einmaligen Situation, dass mehrere Generationen in einer toleranteren Gesellschaft sich offen zeigen können, hätte es über die Jahre eine steigende lesbische Präsenz geben müssen. Stattdessen dominieren schwule Männer Bild und Themen.

Wenn von Homosexuellen gesprochen wird, dann werden Lesben „mitgemeint“. Wenn es um LSBTTI*-Themen geht, werden selten lesbische Expertinnen befragt. Angeblich gäbe es sie nicht, heißt die Entschuldigung. Auch scheint es, „Queer“ wird lieber zu einer alternativen Identität erhoben, als sich „Lesbe“ zu nennen. Was ist da los?

Sicher ist: Kein Mensch ist unsichtbar! Man wird unsichtbar gemacht oder entscheidet sich für Unsichtbarkeit, um Konflikte zu vermeiden.
28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen und Transgender? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden?

Mit Beiträgen von Christoph R. Alms, Gwendolin Altenhöfer, Monika Barz, Gabriele Bischoff, Birgit Bosold, Maria Braig, Carolina Brauckmann, Maria Bühner, Traude Bührmann, Lovis Cassaris, Stephanie Gerlach, Max Helmich, Doris Hermanns, Angela Jäger, Manuela Kay, Ria Klug, Juliane Kronen, Stephanie Kuhnen, Mariella Müller, Eva von Redecker, Babette Reicherdt, Jenny Renner, Corinne Rufli, Lili Sommerfeld, Gabi Stummer, Pia Thilmann, Simone Tichter und Judith Völkel

Lesben raus! Book Cover Lesben raus!
Stephanie Kuhnen (Hrsg.)
Lesben
Querverlag
2017
Taschenbuch
296
978-3-89656-257-9

Heteros fragen, Homos antworten

In 50 Kolumnen hat das Queerspiegel-Team Woche für Woche den Leserinnen und Lesern des Berliner Tagesspiegels die Homo-Welt erklärt. Im September erscheint nun das gesammelte Wissen dieser Expert*innen im Querverlag und verspricht, Licht ins Dunkel zu bringen – zumindest was die Fragen Heterosexueller angeht bezüglich der Mysterien ihrer homosexuellen Mitbürger*innen.

Zahlreiche Fragen, die sich viele sonst nicht zu stellen trauen, werden mit fachlicher Kompetenz, journalistischer Sorgfalt und einer Prise Humor beantwortet. Die Autor*innen prüfen Stereotypen auf ihren Wahrheitsgehalt und räumen mit Mythen und Vorurteilen auf.

Ob als Nachhilfe für den besten Freund, als kleiner Ratgeber für die Eltern oder die verklemmte Arbeitgeberin – Heteros fragen, Homos antworten ist das perfekte Geschenk für die neugierigen Heterosexuellen in Deinem Leben. Und eine Argumentationshilfe für alle queeren Menschen, denen ähnliche Fragen gestellt werden.

Heteros fragen, Homos antworten Book Cover Heteros fragen, Homos antworten
Anja Kühne, Nadine Lange, Björn Seeling & Tilmann Warnecke
Homosexualität allgemein
Querverlag
2017
Im handlichen Geschenkbuchformat!
176
978-3-89656-254-8

David Hume

David Hume (1711-1776) war ein englischer Philosoph, von dem behauptet wurde, er glaube nicht an Gott. Gelegentlich traf er bei Bekannten mit einem Kirchenvorsteher zusammen. Doch war die Zusammenkunft jedes Mal nur von kurzer Dauer. Denn der Kirchenvorsteher verliess demonstrativ das Zimmer, sobald der angeblich ungläubige Philosoph hinein kam.

Eines Tages jedoch hielt David Hume den Vorsteher am Rockärmel fest und sagte: „Wohin so schnell, mein Freund? Wir sollten uns allmählich aneinander gewöhnen; denn wir werden noch lange Zeit beieinander sein müssen. Wir kommen nämlich beide an denselben Ort, an den Ort der Verdammnis, ich wegen Mangel an Glauben und du wegen Mangel an Liebe.“

In den Tiefen des Internets gefunden.

We could be heroes

Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiss Lou nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.

We could be heroes Book Cover We could be heroes
Laura Kuhn
Junge Leute
Carlsen
2017
Taschenbuch
256
978-3-551-31691-2
9783646603200 / B06XYNNHJL

Apokalyptische Regenbogen-Einhörner?

„Und ich sah, dass der Bundestag das letzte Siegel auftat, und ich hörte eine Stimme sagen: Komm! Und ich sah ein pinkes Einhorn. Und der, der darauf sass, hatte eine Sense, und ihm wurde eine Fahne in den Farben des Regenbogens gegeben, und er kam, um die Familien der Erde zu zerschlagen.“

Hanno Terbuyken im Nachgang zur Bundestagsabstimmung „Ehe für Alle“ am 30. Juni 2017 auf Evangelisch.de.

Beim Lesen von einzelnen Kommentaren muss man ja fast glauben, gestern habe in Deutschland die Endzeit begonnen…

Erfahrung von der EF Jahresversammlung in Danzig

Was ich persönlich mitgenommen habe von der Jahresversammlung des European Forum of Christian LGBT Groups in Danzig, 24.-28. Mai 2017.

Die Gewissheit, dass es unendlich befreiend ist, wenn ich mich selbst bejahe, weil ich mich von Gott bejaht fühlen darf. Und dass mir dies nicht nur Mut gibt und Widerstandskraft, sondern auch viel Freude und Fröhlichkeit und Offenheit.

Ich kann mich nicht beklagen, bis jetzt wurde ich weitgehend verschont mit krassen Erfahrungen, sowohl im persönlichen als auch im Arbeitsumfeld. Aber oft spüre ich dieses leise Unbehagen – oder andererseits eine bemüht forsche Offenheit – im Umgang mit mir.

Man gewöhnt sich ja daran im Laufe der Zeit, es fällt einem kaum noch auf.

Dafür fällt es einem umso mehr auf, wenn da plötzlich andere Menschen einem völlig unbefangen begegnen. Und man das Gefühl hat, uneingeschränkt akzeptiert zu werden. Und es ist befreiend und beglückend, von Christen nicht diesen abgedroschenen und ziemlich schizophrenen Satz zu hören:

„Gott liebt die Sünder, aber er hasst die Sünde“

sondern  stattdessen: „Alle sind willkommen – The gay, the straight the bi, the trans are all included in God‘s plans …“ Und dies nicht nur gesagt und gesungen, sondern sichtbar und fühlbar und völlig selbstverständlich gelebt.

Dass diese Selbstverständlichkeit oft erkämpft, ertrotzt und vor allem, dass um sie gelitten wurde – und dass weiterhin um sie gekämpft und gelitten werden muss, vor allem in Osteuropa, das wurde in vielen Beiträgen deutlich. Der Mut und das Durchhaltevermögen, das Menschen aus ihrem tiefen Glauben schöpfen, die immer wieder Anfeindungen und Verleumdungen, Benachteiligung und Bedrohung erleben müssen hat mich zutiefst bewegt.

Und lässt mich nachdenken über die Stärke und Belastbarkeit meines eigenen Glaubens.

Und darüber, was es denn praktisch bedeuten kann, solidarisch zu sein mit unseren Brüdern und Schwestern in Polen, in Ungarn, in Russland …

„Forwards in solidarity“ war das Motto des Treffens in Danzig.

Wie wirkt sich diese Solidarität ganz real in meinem Leben aus?

F. E. Adams im Juni 2017

Tagung des Europäischen Forums Christlicher LGBT Gruppen EF in Gdansk (Danzig) 24.-28. Mai 2017

Die Sonne hat auf uns geschienen – anders kann ich fünf intensive, berührende wunderbare Tage nicht in wenigen Worten zusammenfassen. Gleichzeitig und ineinander verwoben fanden die Konferenz des Europäischen Forums und die Woche der Gdansk Equality (Gleichstellung, Ebenbürtigkeit) samt dem Umzug statt. Ein grosses Dankeschön an die Mitglieder von Wiara i Tęcza (Glaube und Regenbogen, die polnische Mitgliedsgruppe des EF), Tolerado (lgbt-Organisation in Gdansk) und die Stadt Gdansk.

Den gesamten Bericht von Irène Schwyn findet Ihr hier: Tagung des Europ Forums Christlicher LGBT 2017

Alle Farben des Lebens

Ein Haus, drei Generationen, vier aussergewöhnliche Menschen. Auf den ersten Blick erscheinen sie wie eine typische, moderne New Yorker Familie: Das Haus gehört Grossmutter Dolly (Susan Sarandon), die in den unteren Etagen mit ihrer Lebensgefährtin Frances (Linda Emons) ihren nicht ganz so stillen Ruhestand geniesst. Oben wohnt Dollys Tochter Maggie (Naomi Watts) zusammen mit der 16-jährigen Enkelin Ramona (Elle Fanning), die sich jedoch selbst Ray nennt und bereits seit Jahren als Junge lebt. Nun möchte Ray den entscheidenden Schritt machen und eine Hormontherapie beginnen. Dazu benötigt er jedoch die Zustimmung beider Eltern, was auch Maggie vor weitreichende Probleme stellt. Sie muss Rays Entscheidung nicht nur unterstützen, sondern auch wieder Kontakt zu ihrem Ex (Tate Donovan) aufnehmen, den sie eigentlich komplett aus ihrem Leben gestrichen hat. Und auch Dolly hat Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass sie von nun an endgültig einen Enkelsohn haben soll. Alle drei Generationen müssen plötzlich existentielle Entscheidungen treffen und Veränderung als Chance erkennen, damit sie als Familie wieder neu zusammenfinden können.

Alle Farben des Lebens Book Cover Alle Farben des Lebens
Videos, Filme
WVG Medien GmbH
2017
DVD
Gaby Dellal
Elle Fanning, Susan Sarandon, Tate Donovan, Maria Dizzia, Sam Trammell
7613059317956 / B01N9HSU81

Katzenball

Le bal des chattes sauvages

Die Schweiz der letzten 70 Jahre aus der Perspektive einer verborgenen Minderheit: die Geschichte(n) von frauenliebenden Frauen, ihren Beziehungen und internationalen Netzwerken, ihrer Suche nach Identität und ihren politischen Kämpfen, von Treffpunkten, Maskenbällen und ihren versteckten Orten in der Kultur des Landes. Fünf Frauen aus verschiedenen Generationen geben Einblick in ihr Leben. Sie erlauben uns, zum «anderen Ufer» zu schauen und auch bekannte Bilder aus Film und Fernsehen mit anderen Augen zu sehen.

Katzenball Book Cover Katzenball
Videos, Filme: Dok
Lighthouse
2006
DVD
Veronika Minder
Johanna Berends, Heidi Oberli, Ursula Rodel, Liva Tresch, Samira Zingaro
7640118760583 / B000MKXFLY