Archiv der Kategorie: Zusammengetragen

Zitate, Sprüche, Witze zusammengetragen aus Büchern, Zeitschriften und aus dem Web

Pfarrer predigen

Der Pfarrer schwärmt in der Predigt von der Schönheit der Welt. “Seht euch doch um”, schwärmt er, “jede Blume predigt von Gottes Allmacht. Jedes Gräschen ist eine Predigt.”
Am Montagvormittag mäht der Pfarrer vor dem Pfarrhaus den Rasen. Peter, der bei der Predigt gut aufgepasst hat, schaut ein wenig zu und ruft dann fröhlich: “Herr Pfarrer, kürzen sie jetzt ihre Predigt?”


Ein Pfarrer will den Sonntagsgottesdienst feiern und sieht in den Bänken nur einen einzigen Bauern sitzen. Er will den Gottesdienst mangels Beteiligung absagen. Da spricht ihn der Bauer an und sagt: “Herr Pfarrer, wenn ich hinausgehe, um die Hühner zu füttern und es kommt nur ein einziges, dann lass ich es nicht hungrig weggehen.”
Der Pfarrer ist beschämt und beflügelt gleichermassen. Er steigert sich in seine Predigt hinein und findet fast kein Ende. Schliesslich, beim Abschied an der Tür meint der Bauer: “Wenn zu mir nur ein einziges Huhn kommt, dann schütte ich ihm nicht den ganzen Futtereimer vor die Füsse.”

Gefunden bei Roman Angst Roll on! Keine Chance dem alltäglichen Wahnsinn!

Begegnung im Zug

Ein Rabbiner und ein katholischer Student sitzen zusammen im Zug.
Der Rabbiner fragt: „was kannst du nach dem Studium machen?“
„Dann werde ich Vikar.“
„Schön, sehr schön und dann?“
„Dann werde ich Pfarrer.“
„Schön, sehr schön und dann?“
„Dann könnte ich Weihbischof werden, aber das glaube ich nicht.“
„Schön, sehr schön und dann?“
„Dann könnte ich theoretisch Bischof werden.“
„Schön, sehr schön und dann?“
„Ich glaube nicht, dass ich es werde, aber dann könnte ich Kardinal werden.“
„Schön, sehr schön und dann?“
„Also wirklich, dass wäre zu viel, aber ich könnte auch Papst werden.“
„Schön, sehr schön und dann?“
„Nein, also das ist jetzt schon zu viel und das nächste wäre Gottes Sohn, aber das geht nicht.“
Da schaut in der Rabbiner mit ernsten Augen an und sagt: „Einer von uns hat das schon geschafft.“

Er-Füllung

Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, überlegte er, wer von beiden am besten für den Thron geeignet sei. Er stellte ihnen eine Aufgabe. Jeder von ihnen bekam fünf Silberstücke, und der König sagte: „Füllt mit diesem Geld die königliche Audienzhalle bis zum Abend. Womit, das ist eure Sache.“

Der älteste Sohn machte sich sofort auf den Weg. Er kam an einem Feld vorbei, wo gerade Zuckerrohr geerntet und ausgepresst wurde. Das leere Zuckerrohr lag zuhauf am Feldrand. Er dachte sich: Damit werde ich die Halle füllen. Schnell hatte er die Arbeiter angeheuert, und sie schafften für die fünf Silberstücke das ausgepresste Zuckerrohr dorthin. So wurde die Halle bald bis oben hin voll, und er ging freudestrahlend zu seinem Vater: „Ich habe die Aufgabe erfüllt. Mach mich zu deinem Nachfolger.“ Der Vater aber zögerte: „Noch ist es nicht Abend. Wir müssen noch warten.“

Als die Dämmerung übers Land einbrach, kam der jüngere Sohn zurück. Er sah, was in der Schlosshalle geschehen war. Er sagte: „Schafft das leere Stroh weg.“ So geschah es. Dann stellte er eine Kerze mitten in die Halle und zündete sie an. Ihr Licht erfüllte den ganzen Raum bis in den letzten Winkel.

Der Vater sagte: „Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem erfüllt, was die Menschen brauchen.“

aus den Philippinen

Die zehn Gebote

Im Forum „Glaubensnetzwerk – Christliches Forum für offenen Dialog“ fand sich eine andere Version der Zehn Gebote:

  • Erkenne die Freiheit als ein menschliches Grundrecht an.
  • Richte dich nicht nach Werten, die deiner Würde als Mensch schaden.
  • Sei verlässlich.
  • Nimm dein Leben in die Hand und erfülle es mit Sinn.
  • Respektiere deine Familie.
  • Achte das Leben.
  • Bemühe dich um liebevolle, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen.
  • Stiehl nicht.
  • Lüge nicht.
  • Sei dankbar für das, was du hast.

Rabbi Steven Carr Reuben

Unterschiede

Frage: Warum haben Lesben schwule Freunde? Antwort: Jemand muss doch kochen!

Frage: Warum haben Schwule lesbische Freundinnen?
Antwort: Irgendjemand muss doch den Rasen mähen und die Regale an die Wand dübeln.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Schwulen und Lesben beim zweiten Rendezvous? Antwort: Bei Schwulen gibt´s keins und Lesben bringen den Möbelwagen mit.

 

Schwüre verhindern Schwangerschaft

… das wünschen sich zumindest die Inhaber des „Virginity Pledge“ (Jungfrauen-Schwur)-Ausweises. Diesen erhält mensch nach einem öffentlich geleisteten Eid, vor der Ehe keinen Geschlechtsverkehr (GV) zu betreiben. Die eigentümliche Aktion begann vor etwa zehn Jahren als örtliche Massnahme zur Hebung der Scheinheiligkeit, breitete sich aber in den USA aus, nachdem die Regierung Bush erkannte, dass dies eine preiswerte PR-Massnahme sei. Nebenbei sollte die Anzahl der lästigen Teenager-Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten sinken. Die konservativ Regierenden steckten alleine in den Jahren 2003 und 2004 allen Ernstes 168 Mio US-$ in die Förderung der Abstinence Only-Kampagne.

Sie lachen? Kann nicht klappen? Doch, doch: In einer 6-Jahres- Studie mit 12.000 befragten Heranwachsenden stellten die Kollegen Brückner (Yale) und Bearman (Columbia) fest, dass die Eingeschworenen 18 Monate später ihren ersten GV durchführen als deren verlotterte Peers. Bis zur Hochzeit warteten sie aber natürlich nicht.

Die GV-Verzögerung wäre ein kleiner, aber schöner Erfolg, gäbe es nicht den bitteren Tropfen der Geschlechtskrankheiten. Die sind nämlich seltsamerweise bei den angeblichen Jungfrauen und -männern fast ebenso stark verbreitet wie bei den Normalos. Dafür gibt es zwei lustige Gründe:

a) Die „Erst“-Partner der Jungfrauen und Männer passen nicht auf, denn der/die Andere hat ja geschworen, Jungfrau/-mann und damit porentief rein wie eine mit Scheuerpulver polierte Kachel zu sein. Tatsächlich haben die wegen ihrer vermeintlichen Abstinenz unaufgeklärten Kids (die daher nachweislich fast nie ein Kondom in der Tasche oder im Nachttisch haben) aber sehr wohl sexuelle Kontakte und verbreiten ihre gelegentlichen Keime somit ungeschützt.

b) Fängt sich ein Virgin Pledger eine Geschlechtskrankheit, dann besorgt er/sie sich aus Scham keine heilenden Medikamente. Es wäre in einem Kaff im Mittleren Westen auch schwer zu erklären, wo der Erreger herkommt. Selbst die in Grossstädten verbreitete „Kann das auch vom Toilettensitz kommen?“-Nummer zieht dort nicht.

Beobachtbare Folge: Je mehr verschworene Virgins in einer Gegend, desto höher ist dort die Anzahl jugendlicher Geschlechtskranker.

Ebenfalls verblüffend ist, dass die Teens verschiedener Ethnien in den USA jeweils verschiedene Raten an Feigwarzen, Tripper und Chlamydien haben: Asiaten und Hispanics um 8%, Schwarze um 19%, Weisse um 3%. Soziale Einflüsse wirken also wesentlich stärker als der öffentlich bekundete gute Wille.

Ig-Gesamt-Note: Feiern auch Sie mit, schöne Leserin und potenter Leser: Jedes Jahr am 13. Februar ist „Day of Purity“. Die Kollegen Bearman und Brückner werden aber wohl nicht dabei sein – sie erholen sich mit ihrem von mir zumindest beantragten IgNobelpreis dann hoffentlich von den Strapazen der Befragung 12.000 pubertierender Lausebengels.

Mark Benecke

ist Mitherausgeber der Annals of Improbable Research, die in Cambridge (USA) jährlich den IgNobel-Preis verleihen.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors, der Originaltext ist zu finden in seinem neuesten Buch „Lachende Wissenschaft“

Dazu fällt uns dies ein:

Abstinence has a high failure rate.