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David Hume

David Hume (1711-1776) war ein englischer Philosoph, von dem behauptet wurde, er glaube nicht an Gott. Gelegentlich traf er bei Bekannten mit einem Kirchenvorsteher zusammen. Doch war die Zusammenkunft jedes Mal nur von kurzer Dauer. Denn der Kirchenvorsteher verliess demonstrativ das Zimmer, sobald der angeblich ungläubige Philosoph hinein kam.

Eines Tages jedoch hielt David Hume den Vorsteher am Rockärmel fest und sagte: „Wohin so schnell, mein Freund? Wir sollten uns allmählich aneinander gewöhnen; denn wir werden noch lange Zeit beieinander sein müssen. Wir kommen nämlich beide an denselben Ort, an den Ort der Verdammnis, ich wegen Mangel an Glauben und du wegen Mangel an Liebe.“

In den Tiefen des Internets gefunden.

Er-Füllung

Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, überlegte er, wer von beiden am besten für den Thron geeignet sei. Er stellte ihnen eine Aufgabe. Jeder von ihnen bekam fünf Silberstücke, und der König sagte: „Füllt mit diesem Geld die königliche Audienzhalle bis zum Abend. Womit, das ist eure Sache.“

Der älteste Sohn machte sich sofort auf den Weg. Er kam an einem Feld vorbei, wo gerade Zuckerrohr geerntet und ausgepresst wurde. Das leere Zuckerrohr lag zuhauf am Feldrand. Er dachte sich: Damit werde ich die Halle füllen. Schnell hatte er die Arbeiter angeheuert, und sie schafften für die fünf Silberstücke das ausgepresste Zuckerrohr dorthin. So wurde die Halle bald bis oben hin voll, und er ging freudestrahlend zu seinem Vater: „Ich habe die Aufgabe erfüllt. Mach mich zu deinem Nachfolger.“ Der Vater aber zögerte: „Noch ist es nicht Abend. Wir müssen noch warten.“

Als die Dämmerung übers Land einbrach, kam der jüngere Sohn zurück. Er sah, was in der Schlosshalle geschehen war. Er sagte: „Schafft das leere Stroh weg.“ So geschah es. Dann stellte er eine Kerze mitten in die Halle und zündete sie an. Ihr Licht erfüllte den ganzen Raum bis in den letzten Winkel.

Der Vater sagte: „Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem erfüllt, was die Menschen brauchen.“

aus den Philippinen

Schwüre verhindern Schwangerschaft

… das wünschen sich zumindest die Inhaber des „Virginity Pledge“ (Jungfrauen-Schwur)-Ausweises. Diesen erhält mensch nach einem öffentlich geleisteten Eid, vor der Ehe keinen Geschlechtsverkehr (GV) zu betreiben. Die eigentümliche Aktion begann vor etwa zehn Jahren als örtliche Massnahme zur Hebung der Scheinheiligkeit, breitete sich aber in den USA aus, nachdem die Regierung Bush erkannte, dass dies eine preiswerte PR-Massnahme sei. Nebenbei sollte die Anzahl der lästigen Teenager-Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten sinken. Die konservativ Regierenden steckten alleine in den Jahren 2003 und 2004 allen Ernstes 168 Mio US-$ in die Förderung der Abstinence Only-Kampagne.

Sie lachen? Kann nicht klappen? Doch, doch: In einer 6-Jahres- Studie mit 12.000 befragten Heranwachsenden stellten die Kollegen Brückner (Yale) und Bearman (Columbia) fest, dass die Eingeschworenen 18 Monate später ihren ersten GV durchführen als deren verlotterte Peers. Bis zur Hochzeit warteten sie aber natürlich nicht.

Die GV-Verzögerung wäre ein kleiner, aber schöner Erfolg, gäbe es nicht den bitteren Tropfen der Geschlechtskrankheiten. Die sind nämlich seltsamerweise bei den angeblichen Jungfrauen und -männern fast ebenso stark verbreitet wie bei den Normalos. Dafür gibt es zwei lustige Gründe:

a) Die „Erst“-Partner der Jungfrauen und Männer passen nicht auf, denn der/die Andere hat ja geschworen, Jungfrau/-mann und damit porentief rein wie eine mit Scheuerpulver polierte Kachel zu sein. Tatsächlich haben die wegen ihrer vermeintlichen Abstinenz unaufgeklärten Kids (die daher nachweislich fast nie ein Kondom in der Tasche oder im Nachttisch haben) aber sehr wohl sexuelle Kontakte und verbreiten ihre gelegentlichen Keime somit ungeschützt.

b) Fängt sich ein Virgin Pledger eine Geschlechtskrankheit, dann besorgt er/sie sich aus Scham keine heilenden Medikamente. Es wäre in einem Kaff im Mittleren Westen auch schwer zu erklären, wo der Erreger herkommt. Selbst die in Grossstädten verbreitete „Kann das auch vom Toilettensitz kommen?“-Nummer zieht dort nicht.

Beobachtbare Folge: Je mehr verschworene Virgins in einer Gegend, desto höher ist dort die Anzahl jugendlicher Geschlechtskranker.

Ebenfalls verblüffend ist, dass die Teens verschiedener Ethnien in den USA jeweils verschiedene Raten an Feigwarzen, Tripper und Chlamydien haben: Asiaten und Hispanics um 8%, Schwarze um 19%, Weisse um 3%. Soziale Einflüsse wirken also wesentlich stärker als der öffentlich bekundete gute Wille.

Ig-Gesamt-Note: Feiern auch Sie mit, schöne Leserin und potenter Leser: Jedes Jahr am 13. Februar ist „Day of Purity“. Die Kollegen Bearman und Brückner werden aber wohl nicht dabei sein – sie erholen sich mit ihrem von mir zumindest beantragten IgNobelpreis dann hoffentlich von den Strapazen der Befragung 12.000 pubertierender Lausebengels.

Mark Benecke

ist Mitherausgeber der Annals of Improbable Research, die in Cambridge (USA) jährlich den IgNobel-Preis verleihen.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors, der Originaltext ist zu finden in seinem neuesten Buch „Lachende Wissenschaft“

Dazu fällt uns dies ein:

Abstinence has a high failure rate.

Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag

Zweitausend Jahre sind es fast,
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!

Du sahst Gewalt und Polizei.
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wußtest, wie das Elend tut
und wolltest alle Menschen gut,
damit es schöner werde!

Du warst ein Revolutionär
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!

Du kämpftest tapfer gegen sie
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.

Die Menschen werden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst.
Und alles blieb beim alten.
Erich Kästner

Im Kloster

Ein Wanderer bittet in einem Kloster einmal übernachten zu dürfen. Er ist willkommen und die Mönche zeigen ihm seine Klosterzelle. Der Wanderer sieht sich in dem karg möblierten Raum erstaunt um und fragt: „Wo sind denn die Möbel?“ Die Mönche antworten mit einer Gegenfrage: „Wo sind denn IHRE Möbel?“ Antwortet der Wanderer: „Aber ich bin doch nur auf der Durchreise“ – „Eben, wir auch.“ antworten die Mönche.