Die LSBK in der Presse


Basler Zeitung, 18. März 2000

Schwul und Christ – keine Sünde

Am Sonntagabend findet in der Offenen Kirche Elisabethen der 100. Gottesdienst der lesbischen und schwulen Basiskirche Basel (LSBK) statt. Die Initianten leisteten mit der Gründung dieses Vereins schweizweit Pionierarbeit. Die Akzeptanz ist gross, nur bei wenigen stösst die LSBK auf Widerstand.

Zig Kerzen flackern in der Elisabethen-Kirche, sorgen für eine intensive, besinnliche Stimmung. Die Kirchenbänke sind weitgehend leer, im Raum zwischen der ersten Reihe und der Kanzel sind Stühle in einem Halbkreis platziert. In intimer, beinahe privater Atmosphäre sitzen rund 70 Personen, vorwiegend männlichen Geschlechts. Untermalt von den Klängen einer akustischen Gitarre wird leise gesungen: «Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst, damit ich frei bin» und «Ich lobe meinen Gott, der mir mein Schweigen bricht, damit ich rede». Die Worte dieses bekannten Kirchenliedes gewinnen bei den meisten Anwesenden dieses Gottesdienstes eine ganz besondere Bedeutung: Sie sind homosexuell.

Abendmahl mit Geistlichen

Im Rahmen der Lesbischen und Schwulen Basiskirche Basel (LSBK) feiern sie jeden dritten Sonntag im Monat ihre religiöse, christliche Spiritualität unter ihresgleichen. Der Gottesdienst wird jeweils von Angehörigen der LSBK vorbereitet und gestaltet. Dadurch ist kein Gottesdienst wie der andere – mal eher fromm, mal eher kreativ und offen, mal kommt die Sexualität zur Sprache, mal überhaupt nicht. Abendmahl oder Eucharistie zählen nebst liturgischen Elementen zu den festen Eckpfeilern, die jeweils zusammen mit einem Geistlichen durchgeführt werden. Eva Südbeck-Bauer etwa feierte im vergangenen Herbst ihre Einsetzung in der Offenen Kirche Elisabethen aus Solidarität an einem lesbisch-schwulen Gottesdienst.

Die Gründung dieser besonderen, ökumenischen Gottesdienstgemeinschaft liegt nunmehr neun Jahre zurück. Damals initiierte der Basler Urs Mattmann zusammen mit seinem Lebenspartner und vier weiteren Schwulen die LSBK. Zuvor hatte sich Mattmann bereits jahrelang für homosexuelle Menschen in der Kirche engagiert, war Mitbegründer der Schweizer Arbeitsgruppe «Homosexuelle und Kirche» und der Schwulen-Tagungen im Evangelischen Tagungszentrum Leuenberg. «Ich spürte mit der Zeit immer mehr, dass mir dies nicht genügte – Gesprächsgruppen haben ihre Grenzen», erklärt der 40-Jährige rückblickend. «Lebendige und heilende Spiritualität verlangt danach, gefeiert zu werden.»

Pionierarbeit in der Schweiz

Positive Beispiele von lesbisch-schwulen Basiskirchen in den USA, England und Deutschland führten dazu, dass Mattmann sich für ein weiteres Pionierprojekt in Sachen Homosexualität und Kirche in der Schweiz einsetzte. Am ersten Gottesdienst, der auf Grund der Renovationsarbeiten in der Kirche im dazugehörigen Refektorium durchgeführt wurde, nahmen 13 Personen teil. Heute zählt der Verein knapp 50 Mitglieder, rund 100 Personen besuchen den Gottesdienst regelmässig; ein Erfolg, der nun auch verwandte Gruppen in anderen Schweizer Städten hervorgerufen hat.

Weshalb aber braucht es einen lesbisch-schwulen Gottesdienst? Wird damit nicht für eine Ausgrenzung statt für eine Integration gesorgt? «Viele im Glauben stehende und suchende homosexuelle Menschen finden den Weg in <gewöhnliche> Gottesdienste nicht. Einige sind verletzt von Erfahrungen mit homophoben Kirchenleuten, andere befremdet das ausschliesslich heterosexuelle Weltbild, das die Predigt, Liturgie und Theologie der meisten Kirchen durchzieht», erklärt Urs Mattmann.

Vor schwieriger Wahl

Davon kann der 41-jährige Günter Baum ein Liedchen singen. Während zwanzig Jahren war der Nürnberger Mitglied einer konservativ-evangelikalen Bewegung. «Dort versuchte man mir klarzumachen, dass die Homosexualität auf ein schlechtes Verhältnis zum Vater und auf eine starke Bindung zur Mutter zurückzuführen und somit heilbar sei.» Durch «Gebetstherapien» versuchte Baum von seiner, von den fundamentalistischen Gruppen als Sünde verurteilten Homosexualität loszukommen. Doch alle Versuche scheiterten.
«Je länger je mehr wurde mir bewusst, dass ich vor der Wahl stand: Entweder ich bin fromm, <asexuell> und psychoneurotisch oder ich lebe als Christ mein Schwulsein und bin psychisch gesund», erklärt Baum. Nachdem er von der LSBK in Basel vernommen hatte, führte ihn seine Sehnsucht nach Spiritualität hierher. «Ich empfinde Basel als sehr liberale Stadt und führe hier endlich ein ausgeglichenes Leben voller Selbstbewusstsein.»

Keine Verurteilung durch Gott

Baum ist heute sichtlich froh um seinen damaligen Entscheid und lehnt die seelsorgerischen Methoden, die ihm bei dieser fundamentalistischen Bewegung widerfahren sind, kategorisch ab. Ebenso distanziert er sich von der Haltung des Vatikans gegenüber der Homosexualität. «Unglaublich, was für ein Potenzial sich die Kirche damit entgehen lässt!», lautet sein Statement.
Dieser Aussage schliesst sich ein lesbisches Pärchen, das anlässlich des Gottesdienstes extra den Weg von Luzern nach Basel auf sich genommen hat, an: «Der Katholizismus des Vatikans ist für mich nur ein Wort, nicht ein Glaube. Er geht völlig an der heutigen Zeit vorbei», erklärt eine der beiden Innerschweizerinnen bestimmt und fährt fort: «Ich glaube an Gott und bin mir sicher, dass er meine Sexualität nicht verurteilt.» Dass diese Meinung nicht von allen Gläubigen geteilt wird, macht ein Besuch auf der Homepage der LSBK klar. Im Forum finden sich einige kritische Äusserungen von Gegnern wieder. «Sünder sind wir alle, aber gleich eine Kirche aufzumachen, das ist schon krass. Vielleicht machen die Ladendiebe oder Kinderschänder auch bald eine Kirche auf und verdrehen die Bibel so, dass dieses o.k. wäre vor Gott», schreibt etwa ein erzürnter Surfer.

Es gibt noch immer einige Gegner

Für Urs Mattmann ist klar, dass er sich von solchen Leuten nicht verbieten lassen will, seinen eigenen spirituellen Weg gehen zu können. «Wenn man will, kann man die Bibel für alles missbrauchen, wie etwa die Homosexualität verurteilen oder eine anerkennende Begründung für die Sklaverei darin finden.» Solche Konfrontationen mit Gegnern erfahren die Mitglieder der LSBK heute aber eher selten.
Auch Pfarrer Felix Felix von der Offenen Kirche Elisabethen stellt kaum negative Reaktionen fest. Und wenn, dann stammen diese zumeist von Gläubigen von der Basis, die den rechten Flügeln der Landeskirchen angehören. «Diese handeln zum Teil aus Unwissen heraus, sind der Meinung, dass man schwul nach Wahl werde. Zumeist sind es ängstliche Menschen, die mit der Tatsache, dass Homosexuelle ein Bestandteil unserer Gesellschaft sind, nicht umgehen können.» Mit Gesprächen versucht der Pfarrer die Ängste zu nehmen und die besorgten Gläubigen aufzuklären.

Jesus in schwulem Umfeld

«Ein grosses Mehr der Kirchen-Obrigkeiten ist erfreulicherweise sehr positiv gegenüber der LSBK eingestellt», erklärt Felix Felix. Dies bestätigt Urs Mattmann. «Ein katholischer Dekan war schon in einem Gottesdienst, auch der reformierte Kirchenratspräsident feierte mit uns ein Abendmahl.»
Für wichtige Auseinandersetzungen dürfte im Mai die Ausstellung «Ecce homo» in der Offenen Kirche sorgen. Gezeigt werden Fotos von Jesus in einem homosexuellen Umfeld. «Klar, wir werden anecken. Doch Jesus selbst erging es nicht anders», erklärt Felix Felix. «Es gab im Übrigen mal ein interessantes Buch mit dem Titel: „Was die Bibel über Homosexualität sagt“. Der Inhalt bestand aus 100 leeren Seiten …»
An diesem Sonntag wird in der Elisabethen-Kirche der 100. lesbisch-schwule Gottesdienst gefeiert. Wie immer steht er Angehörigen aller Konfessionen, ob homo- oder heterosexuell, offen.
Marc Krebs


Pfarrblatt – Pfarrblatt für die römisch-katholischen Pfarreien der Region Basel
Nr. 51 und 52 Gültig vom 15. bis 28. Dezember 2001

„10 Jahre Gottesdienste von Lesben und Schwulen in Basel

jbh. Seit Jahren treffen sich in Basel die Mitglieder der „Lesbischen und Schwulen Basiskirche Basel“ (LSBK) . Am 16. Dezember sind es zehn Jahre seit ihrem ersten Gottesdienst. Sie wollen das Jubiläumsjahr dazu benutzen, vermehrt an die Öffentlichkeit zu treten. Denn sie sind überzeugt, dass ihre Spiritualität befruchtend auf die etablierten Kirchen wirkt.

Ein Auffangort für Kirchenverletzte

Es mutete schon fast symbolisch an, als sich die Vertreterinnen der LSBK an einem kalten Abend mitte November draussen vor der Offenen Kirche Elisabethen trafen, und dann im Kirchencafé einen Platz für ein Pressegespräch fanden. Die Offene Kirche Elisabethen bietet die Möglichkeit der Begegnung, der Stille und der Gottesdienstfeier für diesen „Auffangort für Kirchenverletzte“, wie Ewald Merkelbach die LSBK nennt. Und diese Verletzung ist es auch die einige der Teilnehmenden zögern lässt, ihren Namen für die Presse freizugeben. „Aber dass müssen wir doch, wenn wir überhaupt wahrgenommen und verstanden werden wollen,“ bemerkt eine Teilnehmerin.

Stille und gottesdienstliches Feiern

Stille ist das häufigste Stichwort, das in der Folge genannt wird. An den üblichen Treffpunkten der Lesben und Schwulen sei viel Lärm, meint Sandra. Die Basiskirche dagegen sei ein Ort für Stille und für gottesdienstliches Feiern, ein Kontrastprogramm: „Teil der Schwulen- und Lesbencommunity. und Teil der Kirche“, sagt einer Teilnehmer. Es fehlte den Männern und Frauen der Basiskirche in beiden Lebensbereichen – Community und Kirche – jeweils ein Teil des anderen. Dies war der Auslöser, selber Gottesdienste zu feiern. Als weiteren Grund erwähnen die Leute von der Basiskirche schliesslich noch, dass sie sich oft ausgestossen von der Kirche und im eigenen Glauben nicht ernstgenommen fühlten.
Ein halbes Dutzend Menschen fassten so vor zehn Jahren den Entschluss, miteinander Gottesdienst zu feiern, und anschliessend noch bei einer Teilete zusammen zu sein. „Die LSBK stellt eben nicht nur Forderungen an die Kirche, sie gestaltet durch ihr Tun Kirche mit“, meint Marianne, und fügt hinzu: „Ich finde das auch wichtig für die Kirche.“ Seither geschieht dies monatlich, immer am dritten Sonntag im Monat. Der Gottesdienst ist für alle offen. Es nehmen zwischen vierzig und achtzig Leute daran teil, zwei Drittel Männer, ein Drittel Frauen, die meisten zwischen 35 und 55 Jahren. Jeder Gottesdienst ist entweder eine Eucharistiefeier oder ein Abendmahl. Dafür wird jeweils ein/e Pfarrer/Pfarrerin oder Priester eingeladen. „Schön ist es natürlich, wenn die Pfarrerin oder der Pfarrer sich Zeit nimmt, mit uns zusammen den Gottesdienst vorzubereiten“, bemerkt Ewald Merkelbach. Auf die Frage, warum die Lesben und Schwulen denn nicht in den üblichen Gemeindegottesdienst gehen wollten meint Marianne: „Für mich ist es wie eine spezielle Art von Sprache.“

Das Echo

„Der Umstand, dass hier Menschen feiern, die den selben lebensgeschichtlichen Bruch erlebt haben, gibt der Feier eine Dichte, die ich sonst kaum je erlebt habe. Es ist eine Gemeinde von Auferstandenen, weil sie durch eine Krise durchgegangen ist. Hier muss man sich nicht verstecken“, bemerkt Ewald Merkelbach. Die Gottesdienste, die ökumenisch und für alle offen sind, werden – ausser von Angehörigen – nur zögerlich von Heterosexuellen besucht.
Schwierig und mühsam ist, sagen die Männer und Frauen der Basiskirche übereinstimmend, das Gespräch mit evangelikalen Gruppen, vor allem dann, wenn es darum gehe, Homosexuelle heilen zu wollen. Dort zeigte sich auch, dass ein Gespräch über die Bibel schwierig wurde, weil das Verständnis zu verschieden war. Dabei sage die Bibel doch überhaupt nichts über die konstitutionelle Homosexualität. Schlimm an den Fundamentalisten sei deren Überzeugung, dass ihre Sicht absolut richtig sei. Dazu kommt, dass die Schwulen und Lesben oft als Projektionsobjekt für irgendwelche andere Frustrationen herhalten müssen, als Blitzableiter für ungelöste Probleme von Heterosexuellen.

Das Wesentliche

Die Grundlage für die Spiritualität der Basiskirche ist ein befreiungstheologischer Ansatz. Dabei hat das Bibelgespräch eine zentrale Rolle. „Die Liebe Gottes von der die Rede ist, reklamieren wir auch für uns. Wir sind von Gott so angenommen wie wir sind. Dass wir dabei immer auf der Suche sind und auch der Vergebung bedürfen, ist selbstverständlich, wie in jeder anderen Gemeinde“, betont Merkelbach.

Redaktion: Dr. J. Bieger-Hänggi, Postfach 324, 4102 Binningen
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Kirchenbote – Kirchenbote für die evangelisch-reformierten Kirchen BL, BS, LU, OW, SH, SZ, SO, UR / Ausgabe Basel-Stadt – NR. 1, JANUAR 2002

„Wir sind eine Gemeinde von Auferstandenen“

Anfang Jahr feiert die „Lesbisch und Schwule Basiskirche Basel“ ihr zehnjähriges Jubiläum. Mit gemischten Gefühlen.

Als der Kirchenbote vor sieben Jahren die Gottesdienste der „Lesbisch und Schwulen Basiskirche Basel“ LSB vorstellte, waren sie da: Die Protestbriefe, welche vor der „Sünde“ der Homosexualität warnten, „Sodom und Gomorrah“ prophezeiten und den Schwulen Mut machten, mit Hilfe des „Heiligen Geistes und der liebevollen Begleitung von Christen eine neue Sexualität zu gewinnen“. Ewald Merkelbach, Präsident der LSB, kennt diese Argumente zur Genüge. Vor zehn Jahren hatte er und andere die Nase von den ständigen Diskriminierungen voll: „Wir wollten nicht weiter unser lesbisch-schwules Leben beklagen und uns ausgrenzen lassen, sondern unsere Spiritualität innerhalb der Kirche feiern.“ Merkelbach: „Wir mussten es machen, damit das Monster Schwul sein ein Gesicht bekommt“.

Das war der Auftakt der Gottesdienste von der lesbisch-schwulen Basiskirche Basel, die seither in der Offenen Kirche Elisabethen stattfinden. Am 3. Sonntag im Monat versammeln sich jeweils vierzig bis achtzig Besucher und Besucherinnen bei Brot, Wein und Salbungsöl zum Gottesdienst und Abendmahl. „Wir sind eine Gemeinde der Auferstandenen“, erklärt Ewald Merkelbach. Menschen, die, sobald sie ihre sexuelle Orientierung gefunden haben, von den offiziellen Kirchen ausgegrenzt wurden, erlebten hier, dass sie willkommen sind. Manch einem fiel der Besuch des Gottesdienstes anfänglich nicht leicht. Mehrmals umkreiste ein älterer Herr die Elisabethenkirche, bis er sich ein Herz fasste und hineinging. Merkelbach kennt und versteht die Hemmungen. Er weiss aber auch: „Verstecken ist in dieser Gemeinde nicht nötig.“ Die Anonymität bleibt, so gewünscht, gewahrt. Die Basiskirche feiert schlichte aber eindrückliche Gottesdienste. Es herrsche „eine besondere Dichte“, erzählt Ewald Merkelbach, die auch die zahlreichen heterosexuellen Besucher und Besucherinnen der LSB-Gottesdienste fasziniere.

Eine Form des Zusammenlebens

Auch wenn die reformierte Kirche Basel-Stadt homosexuelle Beziehungen als eine Form des Zusammenlebens anerkennt, fühlen sich viele Lesben und Schwule unsicher. Zu gross seien die Vorbehalte. Immer noch werden sie gerade aus religiös-fundamentalistischen Kreisen mit abstrusen Theorien konfrontiert, Homosexuelle kämen nicht in den Himmel. Solche Ausgrenzungen machen die Schwulen und Lesben sprachlos: „Wir sind kein Schöpfungsfehler. Gott hat uns geschaffen, so wie wir sind.“ Und christliche Religion sollte doch etwas Heilendes sein, und nicht etwas, das zerstört. Gerade dieses Angenommensein durch Gott feiern die Frauen und Männer in den Basiskirchen-Gottesdiensten.

Solche Vorurteile zeigen den Schwulen und Lesben jedoch, wie schwierig der Weg zur Anerkennung ist. Gerne würde sich Gottesdienstbesucherin Sandra Hirschi Hand in Hand mit ihrer Freundin in der Öffentlichkeit zeigen. Wenn es konkret wird, lässt sie die Hand manchmal los. Und doch oder gerade deswegen, erzählt sie, spiele sie sogar mit dem Gedanken, ihre Beziehung in einer Kirche segnen zu lassen.
tz

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Reformierte Nachrichtenagentur, 31.12.02

31. Januar 2002 / 10:01:57

Kreuz der Kirchen mit den Homosexuellen?

S C H W E I Z

Podiumsgespräch in der Elisabethenkirche Basel zum 10-jährigen Jubiläum der «Lesbischen und Schwulen Basiskirche Basel»

Am Mittwochabend hat die« Lesbische und Schwule Basiskirche Basel» die Beziehung zwischen Homosexuellen und den Kirchen thematisiert. Am Podiumsgespräch nahmen sechs heterosexuelle Fachleute und ein Homosexueller teil.

RNA

Die Bibel sage über Homosexualität so viel wie sie über Flugzeuge, Waschmaschinen oder Telefone sage, betonte der Podiumsgespräch-Moderator Frank Lorenz, Pfarrer und Journalist, in seiner Einleitung zum Thema «Kreuz der Kirchen mit den Homosexuellen». Trotzdem würden Homosexuelle von den offiziellen Kirchen oft ausgegrenzt, sobald ihre sexuelle Orientierung bekannt werde.

In Basel sei die «Lesbische und Schwule Basiskirche Basel» (LSBK) akzeptiert, sagte Georg Vischer, Kirchenratspräsident der Ev.-ref. Kirche Basel-Stadt. «Für mich bedeutet der Umgang mit den Mitgliedern Bereicherung, ich schätze ihre Freundschaft.» Trotzdem gebe es Auseinandersetzungen. Die Gemüter scheiden sich etwa, «wenn es um die Frage geht, ob Homosexuelle kantonalkirchliche Ämter ausüben dürfen oder nicht ­ obwohl kein Gesetz dies tatsächlich verbietet».
Für Vischer suchen Homosexuelle wie alle anderen die Verständigung, sie möchten mit Menschen in Gemeinschaft zusammenfinden und Partnerschaften aufbauen.

«Homophobie, die Angst vor der Homosexualität, ist ein weit verbreitetes Phänomen», meinte Ekkehard W. Stegemann, Theologieprofessor an der Universität Basel. «Dies, weil wir Christen in zwei Welten leben. Einerseits sind wir modern, wollen Gleichheit und Selbstverwirklichung. Anderseits leben wir noch mit dem Kanon der biblischen Tradition, die Homosexualität als Götzendienst aus dem Wertsystem ausschliesst.» Je nachdem, ob man diesen Kanon fundamentalistisch auslege oder nicht, lehne man die Homosexuellen in der Kirche ab oder nicht.

Die Kirchen täten gut daran, sexistische und Sünden der Homophobie zu bekennen, um reinen Tisch zu machen, sagte Pfarrerin Patricia Remy, Studienleiterin in der Evangelischen Heimstätte Leuenberg.

Für die Zukunft wünscht sich der Heilpädagoge und LSBK-Mitbegründer Paul Strahm, «dass es in 30 Jahren keinen Verein für Homosexuelle mehr geben muss, so wie es ja auch keine spezielle Kirchgemeinde für Rothaarige oder für Leute, die zwischen 1.55 und 1.60 gross sind, gibt».

Für Xaver Pfister-Schölch, den Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Basel, ist die Integration der Homosexuellen erst abgeschlossen, wenn der erste Bischof sich als schwul outet und Bischof bleibt». Die Schweizer Bischöfe könnten seiner Meinung nach mutiger sein. Seit vier Jahren gebe es eine bischöfliche Kommission zur Homosexuellenfrage, seines Wissens habe die aber noch nie getagt.

Eva Südbeck-Baur, katholische Theologin an der Offenen Kirche Elisabethen, gefällt die jetzige Situation in Basel. Grundsätzlich sei die Basiskirche akzeptiert, es «rumort allerdings, wenn es um Themen wie die Segnung schwuler Paare geht». Diese Konfrontation und Diskussion sei jedoch positiv, sie bringe weiter auf dem Weg zur Akzeptanz und Integration der Homosexuellen in der Kirche.

Christ zu sein und Menschengruppen wie die Homosexuellen auszugrenzen ist für den Psychologen Kurt Wiesendanger ein Widerspruch, dem man in Basel glücklicherweise immer seltener begegne. Er wünscht dem Rest der Schweiz, in der Schwulenfrage «etwas baslerischer» zu werden.

Die «Lesbische und Schwule Basiskirche Basel» hat 70 Mitglieder, zwei Drittel davon sind Männer. Sie kennt keine Predigten, ihre Gottesdienste sind geprägt von Musik, Bewegung, Farben, Spiritualität , Essen und Gruppendenken.


Kirchenbote – Kirchenbote Ausgabe Basel-Stadt – NR. 23, Dezember 2006

Sanfter Neustart für Basiskirche

Fünfzehn «bewegte» Jahre nach der Gründung stellt sich die «Lesbische und Schwule
Basiskirche Basel» in einem internen Rundbrief die Frage, ob sie sich selber
überlebt hat.

BASEL Seit fünfzehn Jahren ist die «Lesbische und Schwule Basiskirche Basel» (LSBK) ein Ort der Spiritualität und der Begegnung für Menschen, die gläubig und homosexuell sind. Zwischen zehn und vierzig Personen aus der Dreiland-Region kommen in die Gottesdienste in der Offenen Kirche Elisabethen, die Freiwillige in Begleitung einer Pfarrerin oder eines Priesters gestalten. Dazu kommen laut LSBK-Vorstandsmitglied Urs Graf, der in der reformierten Basler Kirche aktiv ist, rund hundert «Zaungäste» – Frauen und Männer, die ein Zusammengehen ihres Glaubens mit ihrer sexuellen Identität suchen.

«Wir sind eine stabile Gemeinde, sie funktioniert und das ist auch gut so», umschreibt seine Vorstandskollegin Anja Rahmelow, die bei einer evangelischen Kirche in Weil arbeitet, das heutige Selbstverständnis der ökumenischen «lesbischwulen» Gemeinschaft. Trotzdem besteht wenig Grund zum Feiern: Im Mai dieses Jahres trat fast der gesamte bisherige Vorstand zurück. Ewald Merkelbach, Mitglied der reformierten Kirche Basel-Stadt und LSBK-Gründungsmitglied meint, dass er nach fünfzehn Jahren eine Verschnaufpause brauche. Es sei überdies an der Zeit gewesen, den Platz für neue Köpfe und neue Ideen frei zu machen – nach so langer Zeit besteht die Gefahr, an «Betriebsblindheit» zu erkranken. Allerdings wurde in einem internen Schreiben nach dem grossen Wechsel im Vorstand die Frage stellt, wie und ob überhaupt man weitermachen wolle. Steht die LSBK vor dem Aus?

Gottesdienste das «Kerngeschäft»

Der reformierte Pfarrer der Offenen Kirche André Feuz, der zusammen mit Graf und Rahmelow den neuen dreiköpfigen LSBK-Vorstand ausmacht, möchte lieber von einer «Neuausrichtung» sprechen. Die Gottesdienste jeden dritten Sonntagabend im Monat bleiben das «Kerngeschäft», die «Teilete» danach soll mehr Gewicht bekommen. Neu steht jeweils ein Vorstandsmitglied dem freiwilligen Vorbereitungsteam beratend zur Seite, um mögliche Ängste vor dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu nehmen. Urs Graf spricht in diesem Zusammenhang von einem «Gotte- und Götti-System», Anja Rahmelow formuliert es so: «Unser Auftrag ist ganz einfach: Wir wollen, dass es die Gottesdienste gibt und man sich nachher begegnen kann.»

«Wir können es uns nicht leisten, ständig über unser Selbstverständnis zu diskutieren», fasst sie die pragmatische Haltung des neuen Vorstands zusammen, der gleichzeitig die Tradition der basisdemokratische Prozesse beibehalten will. Für Urs Graf wird der sanfte «Relaunch» auch im neuen LSBK-Flyer sichtbar: Die Information kommt kurz und bündig daher und ist sachlich im Ton; das Wie und Warum der Gemeinschaft, wie dies im alten Prospekt noch nachzulesen war, als die etwas anderen Gläubigen ihr Zuhause in der Kirche zuerst noch finden mussten, fehlt gänzlich. «Bescheiden, aber prägnant» sei das neue Werbemittel. Dass mit André Feuz neu ein Pfarrer im Vorstand der LSBK ist, wertet er als ein «sehr wichtiges» Zeichen für den Einschluss nicht-heterosexueller Christinnen und Christen in der reformierten Kirche.

Anna Wegelin
Interkantonaler Kirchenbote

©Andi CortelliniHomosexualität und Glaube: Für die
Lesbische und Schwule Basiskirche Basel (LSB) ein unzertrennliches Paar. Bildmotiv: LSBK-Flyer.


360.ch Édition Décembre 2007/Janvier 2008

Concilier homosexualité et religion:

Un pari qui vaut bien une messe!

La SourceA Bâle, «l’Eglise de base gay et lesbienne» bâtit des ponts entre les Eglises et les personnes LGBT.  Impressions de l’une des célébrations  oecuméniques organisées depuis 16 ans par cette communauté.

Par Arnaud Gallay

A Bâle, l’Elisabethenkirche n’est pas tout à fait un temple comme un autre: c’est une «église ouverte», centre culturel, social et spirituel qui accueille aussi bien DJ et sono pour la fête du 1er décembre que des services oecuméniques. Parmi ces derniers, le plus régulier est celui de la Lesbische und Schwule Basiskirche. Une Eglise gay et lesbienne? L’idée a souvent fait bondir – sans doute moins dans les milieux religieux qu’agnostiques. Pourtant cette «église de base» n’est rien de plus qu’un groupe de laïcs initiant des activités et réflexions spirituelles inspirées de leur propre vie et expérience. «On parle plus d’acceptation de soi que de sexualité ou d’homosexualité. Ce thème est tantôt présent, tantôt implicite», me précise Dörthe, la jeune femme énergique qui a préparé la célébration mensuelle de la LSBK qui a lieu ce soir.

Pas de chasuble arc-en-ciel à l’horizon: la LSBK n’a ni prêtre, ni pasteur attitré. Chaque mois, un-e pasteur-e ou un prêtre de la région est invité à venir célébrer l’eucharistie, puis partager le Teilete, l’agape en forme de buffet canadien qui suit le service religieux. Un dialogue se noue ainsi «à la base», entre prêtres et pasteurs d’une part (malgré le refus catégorique de certains), et laïcs gay et lesbiennes de l’autre. Quant aux autorités religieuses … «On se connaît», indique simplement Dörthe avec un sourire appuyé. «Ils savent qui nous sommes. Et nous, nous ne pratiquons pas de forcing pour nous imposer.» Signe que l’affaire reste délicate, le prêtre catholique qui officie ce soir me fait comprendre qu’il ne souhaite pas donner de publicité à sa venue.

Privilège

Catholiques ou protestants, les fidèles de la LSBK sont environ 70. Parmi eux Urs, un sympathique quadragénaire: «Est-ce que j’ai la foi? Pas vraiment, je crois. C’est une réflexion spirituelle plutôt.» «Appelé tardif», Urs raconte qu’il a été marié. Père de deux filles, il a eu de «grands problèmes avec lui-même» que le rapprochement avec la LSBK a contribué à faire surmonter. Mais autant que la prière ou la liturgie, c’est la chaleur humaine qui règne entre les fidèles qui lui importe. Ce soir, ils sont une vingtaine d’hommes et femmes à part presque égale, entre 25 et 60 ans. Les échanges sont cordiaux, les rires fusent, avant que les fidèles ne prennent place en demi-cercle autour du prêtre pour entonner le chant, accompagné au piano. Le service se révèle être une messe catholique relativement classique, qui s’achève sur une communion en bonne et due forme. Quelques personnes y assistent depuis les bancs arrière. Sont-elles gay ou lesbiennes? se sont-elles aperçu de la spécificité du service? Peu importe: la communauté est ouverte à tous. «En tant que célébration officielle dans une église officielle», résume Martin, autre pilier de la LSBK, «nous sommes en quelque sorte privilégiés de proposer un accès aussi facile, aussi bien vers l’Eglise que vers l’épanouissement en tant que gay ou lesbienne.»

Lesbische und Schwule Basiskirche Basel – prochaine célébration le 16.12 à 18h. à l’Elisabethenkirche; Elisabethenstr. 10 – Bâle www.lsbk.ch

En Suisse romande, le groupe oecuménique LGBT C+H se réunit un mardi par mois, habituellement dans les locaux de Dialogai, et organise des célébrations. Infos : www.dialogai.org ou par e-mail: moc.l1498232715iamto1498232715h@omo1498232715h_hc1498232715


forumKirche, Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau

Mit christlichem Glauben im Einklang

Ökumenische Gottesdienste für Lesben und Schwule

Die «lesbische und schwule Basiskirche» LSBK in Basel bietet seit bald 20 Jahren regelmässig Gottesdienste in der Offenen Kirche Elisabethen an. Ziel des Vereins ist es, den Homosexuellen einen Raum zu bieten, wo sie ihr Christsein unter Gleichgesinnten leben und feiern können, ohne ihre sexuelle Neigung verstecken zu müssen.

Die Gründer des Vereins leisteten 1991 schweizweit Pionierarbeit, als sie beschlossen, Gottesdienste für Lesben und Schwule anzubieten. Unterstützung für ihr Vorhaben erhielten sie vom damaligen reformierten Pfarrer Hansruedi Felix. Er baute gerade das Projekt Offene Kirche in Basel auf, welches neue experimentelle Gottesdienstformen, Tanz- und Kunstveranstaltungen in Kirchen beinhaltete. Daraus hervorgegangen ist die Offene Kirche Elisabethen OKE, die als ökumenische Werktagskirche seit 1994 neue Impulse setzt und Raum schafft für Religiöses, Kulturelles und Soziales. Pfarrer Felix ging gerne auf das Anliegen der LSBK ein und ermöglichte die Gottesdienste in der Elisabethenkirche. Seither feiern sie einmal monatlich ihre religiöse, christliche Spiritualität unter ihresgleichen.

Mangelnde Neumitglieder
Die LSBK versteht sich als Basiskirche, in der die Gottesdienste von den Vereinsmitgliedern vorbereitet und gestaltet werden. Je nach Vorbereitungsteam ist ein Gottesdienst mal eher fromm, mal eher kreativ und offen. Jedes Mal wird im Beisein einer Pfarrerin oder eines Pfarrers auch Eucharistie respektive Abendmahl gefeiert. Seit sechs Jahren ist André Feuz reformierter Pfarrer in der Offenen Kirche Elisabethen. Zudem ist er Mitglied des Vorstands der LSBK, der zurzeit noch aus drei Mitgliedern besteht. Auch der Verein selbst sei am Schrumpfen und habe sich fast überflüssig gemacht. «Heute findet die Homosexualität mehr Akzeptanz in der Gesellschaft als noch vor 20 Jahren», sagt Pfarrer Feuz. Trotzdem findet er das Thema Homosexualität und Kirche weiterhin wichtig. Bei den Gottesdiensten würden auch Kontakte geknüpft, denn die Kirche biete einen ganz anderen Rahmen der Begegnung für lesbische und schwule Menschen als beispielsweise eine schummrige Bar, so Pfarrer Feuz.

Bruch eines Tabus
Die Anfangsjahre waren sehr erfolgreich und die Gottesdienste gut besucht, auch aus dem benachbarten Ausland. Es war eine befreiende Möglichkeit der Lesben und Schwulen, auf ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen und ihren Anspruch auf Homosexualität und christlichen Glauben in Einklang zu bringen. Denn die üblichen Gemeindegottesdienste haben eine sehr heterosexuelle Art der Sprache, deshalb fühlen sich viele Homosexuelle nicht immer angesprochen. Leider ist der anfängliche Boom nach lesbisch-schwulen Gottesdiensten stark zurückgegangen. Immer mehr Personen des öffentlichen Interesses äussern sich offen zu ihrer sexuellen Neigung, was eine Enttabuisierung der Homosexualität zur Folge hat. Seit 2005 können gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft auf dem Zivilstandsamt eintragen lassen. Auch Segnungen eines gleichgeschlechtlichen Paares sind je nach Kanton möglich, so auch in Basel, doch gibt es laut Pfarrer Feuz höchstens eine pro Jahr. «Viele verbinden eine kirchliche Trauung mit der Gründung einer Familie», sagt Pfarrer Feuz, zudem fehle ja schlicht ein Vorbild.

Reduziertes Gottesdienstangebot
Das mangelnde Interesse an den Gottesdiensten – am letzten waren es gerade mal 10 Besucherinnen und Besucher – hat nun zur Folge, dass es nur noch vier Gottesdiens te pro Jahr geben soll. Ein regelmässiger Gottesdienstbesucher bedauert diesen Entscheid, doch ist er sich der mangelnden Neumitglieder bewusst. Er erinnert sich gut an die anfänglichen Jahre, als pro Gottesdienst gegen 40 oder 50 Besucherinnen und Besucher in die Elisabethenkirche kamen. Es sei eine Stimmung des Aufbruchs gewesen. Doch mittlerweile hätten junge Lesben und Schwule andere Möglichkeiten, sich zu outen und zu treffen. Ganz allgemein bekundeten die Kirchen heute ja eh Mühe, die Menschen in den Gottesdienst zu locken. Doch auch er findet es sehr wichtig, dass die Möglichkeit für einen lesbisch- schwulen Gottesdienst weiterhin besteht. Besonders die «Teilete», die nach dem Gottesdienst stattfindet und bei der sich die Teilnehmenden bei mitgebrachtem Essen und Trinken austauschen können, möchte er nicht mehr missen. Pfarrer Feuz ist nun gespannt, wie sich die Reduktion der Gottesdienste auswirkt. «Ich würde auch nur einen Gottesdienst pro Jahr anbieten. Denn ich finde, dass die Kirche der richtige Ort für dieses Thema ist.»

Claudia Koch

Der Artikel erschien in forumKirche, Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau in der Ausgabe Nr. 11 /2010/2011.
Überhahme mit freundlicher Genehmigung der Herausgebers.

Dieser Artikel ist zu finden unter www.forumkirche.ch/home/artikel-417.html

Doppelpunkt 34/2016 und Sonntag 38/2016

«Doppelpunkt» – Das reformierte Wochenmagazin und «Sonntag» – Das katholische Wochenmagazin sind Zeitschriften der Dornbusch Medien AG.

Die Journalistin Anja Bertsch besuchte unseren Gottesdienst vom 19. Juni 2016, der kurz nach dem Massaker von Orlando stattfand.

Mit freundlicher Genehmigung des Verlags veröffentlichen wir ihren Beitrag hier im Original als PDF-Dokument.

lgtb-kirche

Oekumenische Gemeinde für alle