(K)ein Geschlecht oder viele?

Transgender in politischer Perspektive.

„Woher kommen die kleinen Jungen und Mädchen?“ Eine Antwort fällt heute schwerer denn je. Denn längst stellen viele die sture Einteilung der Menschheit in zwei Geschlechter in Frage und lassen sich nicht mehr zu „Abweichungen“ abstempeln oder ihre „Störungen“ behandeln. Aber stimmen wir deshalb alle in den Slogan „Wir kommen nackt zur Welt, der Rest ist drag!“ vorbehaltlos mit ein?

Unter dem Namen „polymorph“ hat sich eine Gruppe junger StipendiatInnen der Heinrich Böll Stiftung zusammengefunden und ist den vielfältigen Versuchen, sich der vorgeblichen „Natürlichkeit“ der zweigeschlechtlichen Ordnung zu widersetzen, nachgegangen. Das besondere Anliegen ihres Buches besteht darin, keine abstrakten Theorien zu diskutieren, sondern die konkreten Lebenskonzepte, Strategien und Visionen zu zeigen, die unter dem Begriff Transgender zusammengefaßt werden.

(K)ein Geschlecht oder viele? eröffnet eine Vielfalt neuer Denkmöglichkeiten und stellt sich der Herausforderung, die sich aus der Erkenntnis ergibt, daß das Gesetz der Zweigeschlechtlichkeit eine historisch gewachsene Realität ist, dessen Blütezeit womöglich ihrem Ende zugeht.

© Querverlag.de

(K)ein Geschlecht oder viele? Book Cover (K)ein Geschlecht oder viele?
Polymorph (Herausgeber)
Transgender
Querverlag, Berlin
2002
254
3-896560-84-0