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Liturgische TexteEin modernes Glaubensbekenntnisich glaube, dass du ganz anders bist, Gott,als wir denken; dass du dich niemals festschreiben lässt in eine Gestalt, in ein Bild; ich glaube an dich, heilige Kraft, die Mutter und Vater für uns ist in Weisheit und Güte; ich glaube, dass du Erde und Himmel geboren hast und dass du weiter Leben schenkst, auch wenn wir es nicht sehen; ich glaube an Jesus von Nazareth, den Menschen deiner Liebe, der aus dir und in dir lebte und lebt, deinen Sohn, unsern Bruder, Maria hat ihn geboren, und du hast ihn aus dem Tode geweckt in unvergängliches Leben mit dir; ich glaube an den heiligen Geist, die Schöpferin Liebe; ich glaube, dass du unsere christlichen Kirchen verwandeln und heiligen willst, dass du unsre offenen Herzen erwartest, damit die Erde bewohnbar bleibt; ich glaube, dass du uns unbedingt annimst, ob Frau oder Mann, ob schwarz oder weiss, ob arm oder reich, ob hetero- oder homosexuell; ich glaube, dass du uns durch den Tunnel des Todes in Leben und Freude rufst. Amen Ich glaube...Ich glaube, dass Gott aus allemauch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dazu braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft gibt, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren Guttaten. Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Schicksal ist, sondern, dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet. Dietrich Bonhoeffer |
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